Russlandstudien


In den Russlandstudien liegt der Fokus auf den Russen, aber auch das Russische Reich spielt eine Rolle. Die soziokulturellen und geschichtsphilosophischen Aspekte von Russlands Lage zwischen Ost und West werden mitbedacht.

Konzept und Studieninhalte

Kulturstudien zu Russland diskutieren kulturhistorische Prämissen und das aktuelle Profil Russlands. Aspekte dieser insgesamt sprachlich, ethnisch, konfessionell und kulturell vielfältigen Region werden mit einbezogen, zumal es sich nicht um einen geschlossenen kulturellen Raum handelt und sich dessen Spezifik nur vergleichend – in der historischen Perspektive wie auch im Hinblick auf (gegenwärtige) Transformationsprozesse – vermitteln lässt.

Kulturelle Kontakte zwischen Russland und dem Westen, die weit in die Geschichte zurückreichen, wie auch der Völker innerhalb Russlands bzw. des Russischen Reiches sind im Studium zentral; als Aspekte kultureller Übersetzung werden sie am Beispiel von Rezeptionen, Adaptionen, Um- und Neuformungen sowie des medialen Umgangs untersucht. Die Analyse von Fremdbildern in der Projektion auf Selbstbilder, Fragen der Stereotypenbildung und Wahrnehmungsprozesse und -muster sind somit ein zentrales Arbeitsfeld im Studium.

Bachelor

Die Module dienen vor allem

  1. dem Erwerb solider Kenntnisse des Russischen;
  2. der Vermittlung von Wissen über zentrale soziokulturelle Entwicklungen Russlands im europäischen Kontext, dem Bekanntmachen mit Kirchen und Religionen, der Diskussion des Verhältnisses von Geschichte und kollektiver Erinnerung an Aspekten wie Mythen, Symbolen, Riten, Festen und Feiertagen sowie Tabuisierungen u. ä.;
  3. dem Erwerb von Orientierungswissen zu den aktuellen Trends und Entwicklungen Russlands und im europäischen Vergleich sowie dem Erwerb von Fähigkeiten zur selbständigen kulturadäquaten Interpretation einzelner Phänomene;
  4. dem Bekanntmachen mit textsorten- bzw. medienspezifischen Verarbeitungs- und Präsentationsformen von Selbst- und Fremdbildern, kulturspezifischen Analysen von Übersetzungs- und Transferprozessen, der Problematisierung der Rolle von Mittlern und Institutionen, dem Diskurs zu konkurrierenden Modellen bezüglich Europa und nationaler Identitätskonstruktion.

Bisherige thematische Schwerpunkte von Lehrveranstaltungen waren z.B.:

  • Selbstverortungs- und Identitätsfindungsprozesse
  • Tabu und Tabubruch
  • Russlandbilder in Reiseführern und Reiseliteratur
  • Kulturgeschichte Russlands im Kontext westlicher Entwicklungen
  • Aufklärung: (inter-)kulturelle und literarische Grundlagen

Die Spezifika von Gesprächs- und Verhandlungskulturen, Differenzen im verbalen und nonverbalen Verhalten sind unbedingt Bestandteil der Wissensvermittlung.

In den folgenden Tabellen wird ein beispielhafter Studienablauf für die Russlandstudien im 1. und im 2. Wahlbereich dargestellt. Es gilt zu beachten, dass Module grundsätzlich modular aufgebaut sind und deswegen auch in anderen als hier abgebildeten Semestern belegt werden können. Einschränkungen betreffen hierbei die Sprachpraxis-Module, welche teilweise aufeinander aufbauen und in denen höhere Sprachniveaus vorangegangene Niveaus erfordern. Ebenso gilt es zu beachten, dass die Mehrheit der Module entweder im Winter- oder im Sommersemester angeboten wird. Deshalb sind Module, die für das Wintersemester konzipiert sind, im 3. Semester belegbar, aber nicht im 2. oder im 4. Es obliegt den Studierenden hier darauf zu achten, dass Module in den Semestern belegt werden, in denen diese auch angeboten werden. Die grau hinterlegten Module im 1. Wahlbereich zeigen die IKEAS-Pflichtfächer, die in allen Kulturräumen gleich sind. Weitere Informationen entnehmen Studierende und Studienbewerberinnen und Studienbewerber bitte den Dokumenten unter dem Reiter Downloads.

Master

Die Master-Module dienen der Vertiefung des Wissens in Kulturtheorie, Kulturgeschichte und Gegenwartsfragen. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, ein spezialisiertes Wissen über kulturhistorische und aktuelle Prozesse in Russland zu erwerben. Sie werden zur selbständigen theoretischen und empirischen Erarbeitung von kulturellen Problemstellungen Russlands im europäischen Vergleich und zur Präsentation der Ergebnisse vor Publikum befähigt. Dazu dienen beispielsweise Kenntnisse im Rahmen der Problematik von Kultur und kollektivem Gedächtnis oder exemplarisches Spezialwissen über Gegenwartsprozesse.

Bisherige thematische Schwerpunkte von Lehrveranstaltungen waren z.B.:

  • Russische Erinnerungskultur und kollektive Traumata
  • Tabu und Empathie
  • Diskussion und Problematisierung von „Verwestlichungs“-Prozessen
  • Religion in Kultur und Literatur

In den folgenden Tabellen wird ein beispielhafter Studienablauf für die Russlandstudien dargestellt. Es gilt zu beachten, dass Module grundsätzlich modular aufgebaut sind und deswegen auch in anderen als hier abgebildeten Semestern belegt werden können. Einschränkungen betreffen hierbei die Sprachpraxis-Module, welche teilweise aufeinander aufbauen und in denen höhere Sprachniveaus vorangegangene Niveaus erfordern. Ebenso gilt es zu beachten, dass die Mehrheit der Module entweder im Winter- oder im Sommersemester angeboten wird. Deshalb sind Module, die für das Wintersemester konzipiert sind, im 3. Semester belegbar, aber nicht im 2. oder im 4. Es obliegt den Studierenden hier darauf zu achten, dass Module in den Semestern belegt werden, in denen diese auch angeboten werden. Die grau hinterlegten Module im 1. Wahlbereich zeigen die IKEAS-Pflichtfächer, die in allen Kulturräumen gleich sind. Weitere Informationen entnehmen Studierende und Studienbewerberinnen und Studienbewerber bitte den Dokumenten unter dem Reiter Downloads.

Von den beiden Vertiefungsmodulen „Kultur und Kommunikation“ und „Kultur und kollektives Gedächtnis“ muss nur eines belegt und bestanden werden.

Auslandsstudium und -praktika

Ein Auslandsaufenthalt in Russland hat sich stets als absolut vorteilhaft für den Ausbau der sprachlichen und darüber hinaus kulturspezifischen Kenntnisse erwiesen. Es bestehen folgende Möglichkeiten im Rahmen von Universitätspartnerschaften: Moskau, St. Petersburg, Woronesh, Barnaul und Ufa.

Praktika sind im BA und MA IKEAS obligatorisch und können auch in Russland absolviert werden. Einsatzmöglichkeiten sind in Kultur- und politischen Stiftungen, im Verlagswesen, im Medienbereich, in Bildungs- und Kulturinstitutionen, Parlamenten, in Botschaften usw.