Polenstudien


In den Polenstudien liegt der Fokus auf der polnischen Kultur und einer durch Fremdherrschaft, Grenzverschiebungen und Teilungen geprägten Geschichte.

Konzept und Studieninhalt

Kulturelle Kontakte zwischen Polen und dem Westen, die weit in die Geschichte zurückreichen, sind im Studium zentral; als Aspekte kultureller Übersetzung werden sie am Beispiel von Rezeptionen, Adaptionen – und Neuformungen sowie des medialen Umgangs untersucht. Die Analyse von Fremdbildern in der Projektion auf Selbstbilder, Fragen der Stereotypenbildung sowie Wahrnehmungsprozesse und -muster sind ein zentrales Arbeitsfeld im Studium.

Bachelor

Zu den Schwerpunkten des Studiums zählen:

  • der Erwerb von Sprachkompetenz;
  • polnische Sprache und Sprachpolitik im Kontext aktueller Entwicklungen, Sprachpflege und Sprachnormierung;
  • Tradition und Innovation in der Kultur- und Literaturgeschichte Polens im europäischen Kontext, kulturelle Übersetzung;
  • Kulturelle Identitäten, Auto- und Heterostereotype, Tabus und Tabubrüche;
  • nationale Identitätskonstruktion, Umgang mit Geschichts- und Kulturmythen;
  • Polen zwischen Russland und dem Westen, Polen in Europabildern und polnische Europabilder;
  • die zeitgenössische Gesellschaft und Kultur (soziokulturelle Institutionen, Demographie, nationale Minderheiten, Religion, Medien, Bildung, Lebensstile);
  • Politische Verfasstheit Polens heute (Strategien politischer Machtrepräsentation, Verfassung, Rechtssystem, Verwaltung, territoriale Gliederung, Parteien, politische Kultur)

In der folgenden Tabelle wird ein beispielhafter Studienablauf für die Polenstudien im 2. Wahlbereich dargestellt. Es gilt zu beachten, dass Module grundsätzlich modular aufgebaut sind und deswegen auch in anderen als hier abgebildeten Semestern belegt werden können. Einschränkungen hier betreffen die Sprachpraxis-Module, welche teilweise aufeinander aufbauen und in denen höhere Sprachniveaus vorangegangene Niveaus erfordern. Ebenso gilt es zu beachten, dass die Mehrheit der Module entweder im Winter- oder im Sommersemester angeboten wird. Deshalb sind Module, die für das Wintersemester konzipiert sind im 3. Semester belegbar, aber nicht im 2. oder im 4. Es obliegt den Studierenden hier darauf zu achten, dass Module in den Semestern belegt werden, in denen diese auch angeboten werden.
Weitere Informationen entnehmen Studierende und Studienbewerberinnen und Studienbewerber bitte den Dokumenten unter dem Reiter 
Downloads.

Master

Zu den Schwerpunkten des Studiums gehören:

  • Vertiefung und Erweiterung der Sprachkompetenz
  • Umgang mit Ansätzen zum kollektiven und kulturellen Gedächtnis, mit der Dialektik von Erinnern und Vergessen, mit kollektiven Traumata; Aspekte kultureller Übersetzung
  • Theorien und Methoden zum Zusammenhang von Kultur und Kommunikation, Analysen medienspezifischer Kommunikationsformen
  • Kulturelle Produktions-, Distributions- und Perzeptionsprozesse in Kultur und Gesellschaft
  • vertiefte Kenntnis von Kulturtheorien mit einem spezifischen Fokus auf InterkulturalitätIn den folgenden Tabellen wird ein beispielhafter Studienablauf für die Polenstudien im 2. oder 3. Wahlbereich dargestellt. Es gilt zu beachten, dass Module grundsätzlich modular aufgebaut sind und deswegen auch in anderen als hier abgebildeten Semestern belegt werden können. Einschränkungen hier betreffen die Sprachpraxis-Module, welche teilweise aufeinander aufbauen und in denen höhere Sprachniveaus vorangegangene Niveaus erfordern. Ebenso gilt es zu beachten, dass die Mehrheit der Module entweder im Winter- oder im Sommersemester angeboten wird. Deshalb sind Module, die für das Wintersemester konzipiert sind im 3. Semester belegbar. aber nicht im 2. oder im 4. Es obliegt den Studierenden hier darauf zu achten, dass Module in den Semestern belegt werden, in denen diese auch angeboten werden. Weitere Informationen entnehmen Studierende und Studienbewerberinnen und Studienbewerber bitte den Dokumenten unter dem Reiter Downloads. Von den Vertiefungsmodulen Kulturwissenschaft im 3. Wahlbereich muss nur eins belegt und bestanden werden. Aus den Sprachpraxismodulen müsse drei von vier Modulen belegt und bestanden werden.

Auslandsaufenthalte und -praktika:

Eine langjährige Zusammenarbeit besteht mit der Schlesischen Universität Katowice sowie mit der Universität in Opole. Die Universität Katowice ermöglicht es den Studierenden, an Sommerkursen zur polnischen Sprache und Kultur in Cieszyn teils kostenfrei teilzunehmen sowie Semesterkurse und 2-3-wöchige Spezialsprachkurse zu belegen.
Im Rahmen des „Zentrums für interdisziplinäre Polenstudien“ der Universitäten Halle und Jena, an dem die Slavistik beteiligt ist, werden weitere Kooperationsbeziehungen und Erasmus-Programme gepflegt.
Um den Studierenden der Polenstudien ein mehrwöchiges bzw. –monatiges Praktikum zu ermöglichen, arbeiten wir mit dem Leonardo-Büro Sachsen-Anhalt in Magdeburg zusammen, welches Interessenten bei der Suche eines Praktikumsplatzes unterstützt.
Außerdem sind wir bei der Kontaktaufnahme mit folgenden kulturellen Einrichtungen behilflich:

  • „Centrum Międzynarodowej Współpracy Kulturalnej w Warszawie“, welches die Popularisierung der polnischen Kultur in der Welt zum Ziel seiner Arbeit hat sowie den Dialog und die Zusammenarbeit mit anderen Kulturen sucht
  • „Dom Norymberski“ (Haus Nürnberg) in Kraków: organisiert Sprachkurse, Workshops und Kulturveranstaltungen und sucht Praktikanten für die Vorbereitung der Sprachkurse, des kulturellen Rahmenprogramms wie auch der Workshops
  • „Stiftung Judaika – Centrum Kultury Żydowskiej“ (Zentrum Jüdischer Kultur) in Kazimierz (Kraków)
  • Polnische Institute in Berlin und Leipzig
  • Ein Praktikum ist auch bei Parlamenten, in Botschaften usw. möglich.
    Ein Kulturmittler sollte neben fundierter Fremdsprachenkompetenz, solidem kulturwissenschaftlichen sowie institutionellem Wissen vor allem über die methodisch abgesicherte Fähigkeit verfügen, innerhalb der polnischen Kultur adäquat zu kommunizieren.
    Absolventen dieses Studienganges können in der internationalen Kooperation von Firmen, Institutionen, Verbänden, wissenschaftlichen Organisationen und Einrichtungen mit dem Ziel eingesetzt werden, eine erfolgreiche Kommunikation zu gewährleisten und möglichen Missverständnissen vorzubeugen. Dazu gehören u.a. auswärtige Kulturpolitik (Kulturinstitute), Mitwirkung an deutsch-polnischen oder auch polnisch-osteuropäischen Projekten, als Kulturmanager in den deutschen Grenzregionen zu Polen, in Firmen, die intensive Kontakte zu Polen pflegen, Ausländerbetreuung, Medien, Wirtschaft, die Tourismusbranche und die Arbeit als internationaler Trainer und Berater.