Italienstudien


Die Italienstudien konzentrieren sich auf den Kulturraum Italien, seine Geschichte, seine aktuelle Situation und seine Verflechtung mit anderen Kulturräumen. Andere Gebiete, die Italienisch als Amtssprache haben (die Schweiz, San Marino, der Vatikanstaat), spielen eine untergeordnete Rolle.

 

Konzepte und Studieninhalte

Die Italienstudien beschäftigen sich mit sozialen Verhaltensformen, kollektiven Überzeugungen, künstlerischen Hervorbringungen und kommunikativen Gewohnheiten, sowohl in ihren historischen Dimensionen als auch in ihren aktuellen Ausprägungen. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung Italiens und seiner Regionen sowie inter- bzw. transkulturelle Transferprozesse im Kontakt mit anderen Kulturen.

Abgesehen von dem grundlegenden Basismodul drehen sich die Lehrveranstaltungen um Einzelthemen, die einen privilegierten Zugang zu Italien eröffnen. Dabei wird ein vielfältiges Korpus berücksichtigt, von Bildmedien (Film, Fernsehen, Fotographie, Malerei, Karikaturen …) über Hörmedien (Radio, Musik …) bis hin zu Texten im engeren Sinne (journalistische, literarische, Sachtexte …). Auch Gegenständliches wie Denkmäler oder Mode kann im Fokus stehen. Im Studium spielen sowohl Phänomene der Hochkultur als auch solche der Alltagskultur eine Rolle. Daher werden in den Italienstudien beispielsweise Seminare zu Erinnerungsorten oder zum Nation building angeboten, aber auch solche zur Esskultur oder zu Gender-Fragen.

Das Studium soll auf der Basis solider Kenntnisse der italienischen Geschichte und Gegenwart die Fähigkeit vermitteln, kulturelle Prozesse und Phänomene analytisch zu durchdringen, zu interpretieren und darzustellen. Ziel der Italienstudien ist es, die Studierenden auf Aufgaben in internationalen und interkulturellen Zusammenhängen vorzubereiten. Da Italien das Land mit den meisten UNESCO-Welterbestätten und eine der größten Industrienationen der Welt ist (G7), eröffnet sich hier ein weites Feld.

Bachelor

Das Bachelor-Studium macht mit den grundlegenden Begriffen und Fragestellungen der Kulturtheorie, der Kulturgeschichte und der Kultur der Gegenwart vertraut. Begleitend werden kontinuierlich Lehrveranstaltungen zum Spracherwerb angeboten (für die Italienstudien werden keine sprachlichen Vorkenntnisse des Italienischen verlangt). In den Seminare werden einzelne Gegenstände oder Themen, die als exemplarisch gelten können, vertieft untersucht. Dabei spielen Wahrnehmungs- und Deutungsmuster, Identitätskonstruktionen, Selbst- und Fremdbilder sowie Kommunikationsformen eine große Rolle.

 

Folgende Ziele verfolgen die  Module des IKEAS Bachelor Italienstudien:

 

  1. Kenntnis der Entwicklungen Italiens und seiner Regionen, die für das Verständnis von Geschichte und Gegenwart von ausschlaggebender Bedeutung sind
  2. Erwerb eines Orientierungswissen über die politischen, sozialen und mentalen Strukturen in Italien
  3. Fähigkeit zur Analyse von epochenspezifischen und epochenübergreifenden Repräsentations- und Kommunikationsformen; hervorzuheben ist hierbei die Erinnerungskultur
  4. Vermittlung von Wissen über aktuelle und historische Theorien und Methoden, die in der Kulturwissenschaft angewandt werden
  5. Heranführung an die Rezeptions-, Transfer- und kulturvergleichende Forschung, mit Blick auf Selbst- und Fremdbilder
  6. Vertiefende Auseinandersetzung mit exemplarischen Gegenständen und Fragestellungen der italienischen Kultur in interkultureller Perspektive
  7. Schulung von sprachlichen und interkulturellen (Mittler-)Kompetenzen in Bezug auf das Italienische

In der folgenden Tabelle wird ein beispielhafter Studienablauf mit Italienstudien im 2. Wahlbereich vorgestellt. Es gilt zu beachten, dass Module grundsätzlich modular aufgebaut sind und deswegen auch in anderen als hier abgebildeten Semestern belegt werden können. Einschränkungen betreffen hierbei die Sprachpraxis-Module, welche teilweise aufeinander aufbauen und in denen höhere Sprachniveaus vorangegangene Niveaus erfordern. Ebenso gilt es zu beachten, dass die Mehrheit der Module entweder im Winter- oder im Sommersemester angeboten wird. Deshalb sind Module, die für das Wintersemester konzipiert sind, im 3. Semester belegbar, aber nicht im 2. oder im 4. Es obliegt den Studierenden hier darauf zu achten, dass Module in den Semestern belegt werden, in denen diese auch angeboten werden. Weitere Informationen entnehmen Studierende und Studienbewerberinnen und Studienbewerber bitte den Dokumenten unter dem Reiter Downloads.

 

Master

Die Master-Module dienen der Vertiefung des Wissens und der eigenen Fähigkeiten in den Bereichen Kulturtheorie, Kulturgeschichte und Gegenwartsfragen. Außerdem werden die Kenntnisse der italienischen Sprache perfektioniert. Das Master-Studium baut im Prinzip auf dem B.A. IKEAS auf und ist stärker forschungsorientiert. Der Quereinstieg von B.A.-Absolventen anderer Studiengänge ist gut möglich, sofern die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind.

Die Studierenden erwerben spezialisierte Kenntnisse über theoretische und methodische Ansätze der gewählten Forschungsgebiete und der mit ihnen verknüpften Praxisfelder. Sie werden zur selbstständigen theoretischen und empirischen Bearbeitung von kulturwissenschaftlichen Fragestellung in Bezug auf die Zielkultur, aber auch im interkulturellen Vergleich mit Deutschland bzw. anderen Kulturräumen befähigt. Gleichzeitig besteht ein Ziel in der Vernetzung des Wissens mit anderen Gebieten, die durch den Besuch von Kolloquien gefördert wird. Diese dienen auch der Vorbereitung der Master-Arbeit.

 In der folgenden Tabelle wird ein beispielhafter Studienablauf mit Italienstudien im Masterstudium vorgestellt. Es gilt zu beachten, dass Module grundsätzlich modular aufgebaut sind und deswegen auch in anderen als hier abgebildeten Semestern belegt werden können. Einschränkungen betreffen hierbei die Sprachpraxis-Module, welche teilweise aufeinander aufbauen und in denen höhere Sprachniveaus vorangegangene Niveaus erfordern. Ebenso gilt es zu beachten, dass die Mehrheit der Module entweder im Winter- oder im Sommersemester angeboten wird. Deshalb sind Module, die für das Wintersemester konzipiert sind, im 3. Semester belegbar, aber nicht im 2. oder im 4. Es obliegt den Studierenden hier darauf zu achten, dass Module in den Semestern belegt werden, in denen diese auch angeboten werden. Weitere Informationen entnehmen Studierende und Studienbewerberinnen und Studienbewerber bitte den Dokumenten unter dem Reiter Downloads.Es wird empfohlen, die Vertiefungsmodule Kulturwissenschaft 1 und 2 entweder im 1. oder im 2. Semester zu belegen.Es wird empfohlen, die Vertiefungsmodule Kulturwissenschaft 2 und 3 entweder im 1. oder im 2. Semester zu belegen.Von den Vertiefungsmodulen 1-3 muss nur eines bestanden werden. Weiterhin wird empfohlen, die Module Kulturwissenschaft 2-3 entweder im 1. oder im 2. Semester zu belegen.

 

Auslandsaufenthalte

Wir empfehlen auf jeden Fall einen längeren Aufenthalt in Italien. Das Erasmus+-Programm eröffnet die Möglichkeit, dort mit finanzieller und institutioneller Unterstützung zu studieren und auch Studienleistungen zu erbringen, die an der Heimatuniversität angerechnet werden (für B.A. und M.A. für jeweils bis zu einem Jahr). Es existieren Abkommen mit Bologna, Genua, Mailand (Cattolica), Messina, Neapel (L’Orientale, in Vorbereitung), Padua, Palermo, Parma, Perugia und Udine (Stand: Juli 2019). Eine weitere Möglichkeit bieten Praktika, die, ebenfalls im Rahmen von Erasmus+, durch das Leonardo-Programm gefördert werden. Eine direkte Vereinbarung besteht mit dem Centro Internazionale di Studi di Architettura Andrea Palladio in Vicenza.